Hergen von Huchting Hypnose

Hypnose, funktioniert das denn bei mir?

Hypnotherapie, begrifflich zusammengesetzt aus „Hypnose“ und „Therapie“,

ist eine Richtung der Psychotherapie.


In der Regel wird im therapeutischen Kontext zwischen der Hypnose und der eigentlichen therapeutischen Arbeit unterschieden. So kann die Trance durch verschiedene Verfahren induziert werden; im therapeutischen Teil kann rein hypnotherapeutisch gearbeitet werden, es können aber auch Elemente aus anderen psychotherapeutischen Verfahren einfließen.


Charakteristisch, aber nicht notwendig ist der Einsatz von Suggestion und die Einleitung und Nutzung eines veränderten Bewusstseinszustandes.

Dieser Bewusstseinszustand wird Trance genannt.


Der Umfang der Therapie beschränkt sich oft auf wenige Sitzungen.

Die Behandlung geschieht auftragsorientiert: Der Therapeut ermittelt mit den Klienten Ziele, die in der weiteren Beratung verfolgt und deren Erreichen am Ende überprüft werden.

Voraussetzung für eine gelingende Therapie ist der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung für das Verfolgen der gemeinsam gesetzten Ziele. Dazu ist eine Begegnung „auf gleicher Augenhöhe“, also ein möglichst geringes „Machtgefälle“ zwischen Therapeut und Klient erwünscht.

Hypnotherapie kann auch als Selbsthypnosetraining bzw.zum

Erlernen von Entspannungsübungen gestaltet werden.

 

Die Hypnotherapie wurde vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie

im Jahr 2006 als wissenschaftliche Psychotherapiemethode im Sinne des

§ 11 Psychotherapeutengesetzes für Erwachsene in bestimmten

Anwendungsbereichen anerkannt und kann damit auf Antrag von den

gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden: (z..B.: für Erwachsene: psychisch und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten sowie Abhängigkeit und Missbrauch (Raucherentwöhnung und Methadonentzug).


Die moderne Hypnotherapie wurde stark durch Milton H. Erickson geprägt.

Bei der Hypnose nach Erickson handelt es sich um eine kommunikative Kooperation von Therapeut und Klient, wobei der Hypnotherapeut dem

Klienten hilft, in eine hypnotische Trance zu gelangen und diesen Zustand

für die Veränderungsarbeit zu nutzen.

In diesem Zustand steht die vom Bewusstsein des Klienten ausgeübte Kontrolle mehr im Hintergrund, dadurch treten unbewusste Prozesse dann stärker in den Vordergrund der Aufmerksamkeit.


Milton Erickson hatte dabei ein anderes Verständnis vom Unbewussten überhaupt, als es bis dahin in der Psychotherapie üblich war. Er glaubte, dass das Unbewusste ein Quell an Ressourcen und Kreativität birgt, und nicht im Freudschen Sinn der Sitz des Abgelehnten und Verdrängten sei.


Er sah eher im Bewusstsein einen Störfaktor für Persönlichkeitsveränderungen.

So versuchte er mit Tranceinduktionen den analytischen Verstand abzulenken,

um dem Unbewussten Raum zu geben für kreative Veränderungen des Klienten.

Der Hypnotherapeut nutzt hierfür Metaphern, Sprachbilder, Analogien und Wortspiele, um bei dem Klienten in Trance neue Ideen und Lösungsmöglichkeiten für seine Probleme anzuregen.
Die Kontrolle darüber, welche dieser Ideen er annimmt und wie er sie nutzt, bleibt dabei vollkommen beim Klienten!